Das 1. Mitgliedertreffen in Hosenfeld
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Was sollte eine neu gegründete überregionale Interessengemeinschaft bei einem Zuwachs von 300% innerhalb von drei Monaten machen? - Ein Mitgliedertreffen!

Denn man will sich schliesslich näher kennen lernen, sich mal von Angesicht zu Angesicht gegenüber stehen und sehen, mit wem man es eigentlich in diesem Club zu tun hat. Man will dabei sein, wenn die nächsten Vorhaben diskutiert und in Angriff genommen werden; seine Ideen, Vorschläge und Erfahrungen einbringen. Sonst hätte man ja eigentlich nicht beizutreten brauchen.

  


Genau das waren die Gründe, die uns bewogen haben, zu so ungewöhnlicher Zeit und trotz des erwartet schlechten Wetters das 1. Mitgliedertreffen des MB-W126 Clubs noch im ersten Jahr durchzuführen. Eine schöne gemeinsame Ausfahrt war von vorn herein nicht geplant. Es sollte vor allem um die weitere Clubarbeit gehen.

Umso grösser war die Freude, die uns ergriff, als an diesem wirklich nassgrauen Sonntag ein W126 nach dem anderen vor dem Gasthof Brähler in Hosenfeld vorfuhr. Fünfundzwanzig Clubfreunde und Gäste hatten sich durch nichts entmutigen lassen, den zum Teil langen Weg in Kauf zu nehmen. Sogar ein Freund aus Holland war angereist. Der Parkplatz hätte nicht kleiner sein dürfen.
Von der ersten Minute an herrschte echte Clubstimmung, denn es konnte gleich ein gasgetriebener W126 bestaunt werden. Die Diskussion kam folglich von selbst in Gang. Fotoapparate blitzten, Hauben und Türen wurden geöffnet, Reparaturtips gegeben und Adressen ausgetauscht. Da "mal Reinsetzen" auch erlaubt war, kam gleich jeder auf seine Kosten. Und eine kleine Überraschung für Kenner gab's gratis in der Garage um die Ecke: einen topgepflegten 190SL!

  

Der Regen hat uns sogar "gerettet". Unsere Mitgliederversammlung im "Tanzsaal" konnte etwas eher als geplant eröffnet werden. Das war auch gut so, denn jeder sollte zu Wort kommen. Reihum stellten sich alle vor und liessen keinen Zweifel daran, was sie von unserem, besser von "ihrem" Club erwarteten: Ein Zentrum des aktiven Meinungsaustauschs, die Gemeinschaft Gleichgesinnter, die echte Auseinandersetzung mit dem W126, seiner Geschichte und seiner Technik, einen guten und ständigen Kontakt untereinander und Hilfe, wann und wo sie gebraucht wird. Eine erfreuliche Resonanz mit den Zielen, die sich unser Club gestellt hat!

  


Einen wichtigen nächsten Schritt werden wir mit der Eröffnung unserer regionalen Stammtische tun. Dass die Mitglieder einen Anlaufpunkt in den Regionen haben müssen, wurde mehrfach betont. Einige unserer Mitglieder haben schliesslich schon Cluberfahrung. Aber wo es sich anbietet, wollen wir unseren Club auch auf den schon existierenden Stammtischen anderer Clubs vertreten. Wir haben nicht vor, uns von der grossen Mercedes-Benz-Gemeinde abzukapseln. Vieles betrifft und interessiert den W123-Freund schliesslich genau so wie den W126-Liebhaber oder den stolzen SL-Besitzer. Die Gemeinsamkeit der Interessen ist modellübergreifend - nur auf den Stern legen wir schon einen gewissen Wert!

  


Sehr dankbar sind wir auch, dass Freunde vom VF W123 bei uns zu Gast waren, ja zwei von ihnen sogar gleich den Aufnahmeantrag in unseren Club ausgefüllt haben. Wenn die 123er und 126er eine ganze Zeit lang nebeneinander auf unseren Strassen vertreten waren und noch sind, sind solche Kontakte untereinander doch nicht nur rein symbolisch. Zur TC in Essen werden sich bestimmt weitere, und dann auch ganz praktische Anknüpfungspunkte ergeben, die für beide Clubs nützlich sind. Unser TC-Team hat sich schon fast formiert, auch ein schönes Ergebnis dieses Treffens. Aber weitere Helfer sind natürlich sehr gerne gesehen!

  


Zum Frühjahrstreffen 2001 unseres Clubs wurden erste Vorstellungen bezüglich des Veranstaltungsorts ausgetauscht und verschiedene Möglichkeiten der Gestaltung erörtert. Ein bisschen Zeit ist ja noch, um die nötigen Informationen einzuholen. Aber wir werden dazu bald Genaues bekannt geben und hoffen dann natürlich auf eine rege Teilnahme. Alles neu macht der Mai! Dahinter steckt auch eine Hoffnung, die noch nicht verraten werden soll.

  


Kurzum, unsere Zusammenkunft hat allen Teilnehmern etwas Wertvolles gegeben und uns als Club weiter voran gebracht. Deshalb sei hier noch einmal allen Dank gesagt für ihr Kommen, für ihre Bereitschaft, und den Organisatoren für ihre Mühe!

Wolfgang Wagner


(Fotos: Stefan Wagner, Carsten Zimmer)